Typisch Trotzphase - trotzige Tochter hockt im Schrank

Trotzphase: Nein, Ich will nicht!

Trotzphase: Für die Entwicklung wichtig

Die Trotzphase oder das Trotzalter ist eine Phase in der Kindesentwicklung, die grob zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr anzusiedeln ist. In der Entwicklungspsychologie spricht man eher von der Autonomiephase, da sich in dieser Zeit der Selbstbehauptungswille des Kindes erstmals zeigt, was ja ein positiver Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden ist und Trotz im allgemeinen Sprachgebrauch eher negativ behaftet ist.

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Die Trotzphase in der Sprachentwicklung

Das Fragealter des Kindes, was circa ab der Hälfte des zweiten Lebensjahres beginnt, nennt man auch erste Trotzphase. Obwohl das Kind noch über einen sehr geringen Wortschatz verfügt, drückt es seine Bedürfnisse in an die Eltern gestellte Ja/Nein-Fragen aus. Beantworten die Eltern diese Fragen positiv oder negativ, zeigt das Kind entsprechende Emotionen, die es allerdings noch nicht in der Lage ist zu reflektieren, weshalb es sehr schwer als Elternteil sein kann, sein Kind zu beruhigen.

Daher sind Ablenkung oder Trost ein effektives Mittel, während eines Trotzanfalls auf das Kind einzugehen und ihm dabei zu helfen, sich zu beruhigen. Autonomiephase wird diese Zeit genannt, da das Kind lernt, dass nicht alle Bedürfnisse selbstverständlich befriedigt werden.

Ab dem vierten bis fünften Lebensjahr des Kindes beginnt das so genannte zweite Fragealter. Das Kind stellt jetzt Warum-Fragen, sein Wortschatz ist immens gewachsen. Nahezu provokativ versuchen die Kinder in diesem Teil der Trotzphase die Eltern oder andere Ansprechpartner auf ihr Problem hinzuweisen. Die Trotzanfälle zeichnen sich hier weitaus differenzierter ab. Das Kind setzt Bockigkeit und Sturheit ein, um seinen Willen durchzusetzen. Wenn das Kind das Schulalter erreicht, sollte der Trotz weniger werden. Es hat mit der Zeit gelernt, mit Frustration, Wut und Ärger besser umzugehen.

Erziehungsratschläge für die Trotzphase

In der Trotzphase ist es wichtig als Eltern Ruhe zu bewahren. Klar, das Verhalten Ihres Kindes ist womöglich nervenaufreibender als je zuvor, dennoch gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren:

  • Nehmen Sie das Verhalten des Kindes nicht persönlich
  • Haben Sie Geduld mit dem Kind und auch mit sich selbst
  • Vermeiden Sie sinnlose, d. h. für das Kind unverständliche, Regeln und Verbote. Versuchen Sie am Besten, gemeinsam mit dem Kind Regeln zu erarbeiten.
  • Bleiben Sie dennoch konsequent, fahren Sie eine klare Linie
  • Nehmen Sie das Kind ernst, alles andere macht den Trotz nur schlimmer.
  • Ernst nehmen geht am wirkungsvollsten mit der Fertigkeit des Aktiv Zuhörens. Aktiv Zuhören ist eine Kernkompetenz gesunder Kommunikation, wie sie im Eltern-Onlinetraining vermittelt wird.

Trotzphase: Eine Herausforderung für Eltern und Kinder

Sie haben gesehen, es ist wichtig, dass sie Ruhe bewahren und auch wenn es mal etwas länger dauert, sich geduldig zeigen. Auch wenn es schwer ist, wenn das Kind in einem Wutanfall schreit oder sogar um sich schlägt, zeigen Sie durch eine verständnisvolle, aber konsequente Art, dass Sie für das Kind da sind. Schimpfen macht die Trotzanfälle nur stärker und langwieriger.

Versuchen Sie nicht nur mit einer kreativen Lösung das Kind abzulenken und ihm zu helfen, sich zu beruhigen. Verwenden Sie auch aktives Zuhören, um dem Kind das Gefühl zu geben, dass es sich verstanden fühlt. Oft sind Stresssituationen in der Trotzphase ein Auslöser für solche Tobsuchtsanfälle. Wenn Sie daher stressige Situationen vermeiden, können Sie möglicherweise infolge auch Trotzreaktionen vermeiden.

Trotzphase gechillter überstehen mit dem Eltern-Onlinetraining​

​Im Eltern-Onlinetraining üben und trainieren Sie die kommunikativen Fertigkeiten, mit denen Sie Trotzen gezielt mindern oder gar schon im Status des Entstehens in konstruktive Lösungen verwandeln. Dabei stärken Sie sogar noch die Persönlichkeit Ihres Kindes.

Andere Eltern werden staunen, denn bei den meisten würde in der entsprechenden Situation der Elternteil verzweifelt sein und das Kind wild schreiend auf dem Boden liegen. Beeindruckend ist auch die langfristige Folge, denn Ihr Kind lernt von Anfang an, seine negativen Empfindungen in angemessene Worte zu kleiden. Ist doch super, oder?!

Probieren Sie doch einfach aus, ob die Lernform des Eltern-Onlinetraining für Sie geeignet ist. Dank des erweiterten 30-Tage-Widerrufrechts für Sie ohne Risiko.​

Über den Autor Kay Rurainski

Ich liebe gesunde Kommunikation in der Eltern-Kind-Beziehung. Beziehungen geben meinem Leben Sinn. Gut gestaltete Beziehungen verbessern meine Lebensqualität. Besonders, wenn ich Konflikte mit Menschen die mir wichtig sind, bewusst gestalte. Deswegen vermittle ich die Fertigkeiten, die mich dabei unterstützen, leidenschaftlich.

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