Mütterrente beantragen - wie es geht

Neue Rechtslage seit dem 1. Juli 2016 – so können Sie die Mütterrente beantragen

Bei den Leserinnen und Lesern des Eltern-Onlinetraining-Blogs dürfte diese Nachricht positiv aufgenommen worden sein: Kindererziehung zählt künftig mehr für die Rente! Am 1. Juli ist das geplante Rentenpaket der Bundesregierung in Kraft getreten. Teil des Großtprojekts ist die Mütterrente. Sie bedeutet mehr Geld für jene Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern die Rente beziehen. Aber auch Mütter, die nicht lange genug gearbeitet haben und bislang keinen Anspruch auf eine eigene Rente hatten, können von der Reform profitieren. Wie Sie – übrigens auch als Vater – die Mütterrente beantragen, können Sie hier erfahren.

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Mütterrente – eine Frage der Wertschätzung

Alle LeserInnen dieses Blogs haben entweder schon erfahren, welche Aufgaben und welche Verantwortung mit dem Mutter- und Vatersein einher gehen oder werden die Erfahrung in Kürze machen. Trotz des unschätzbar hohen Wertes der Arbeit, die Mütter und Väter verrichten, scheint ihre Anerkennung doch im öffentlichen Raum deutlich zu kurz zu kommen. Die geringe Wertschätzung, die Frauen und Männer, die Kinder erziehen, oft zu teil wird, drückt sich nicht nur darin aus, dass die Arbeit einer Mutter oder eines Vaters den Lebensunterhalt nicht sichern kann. Damit einher geht auch eine Geringschätzung von Seiten der Gesellschaft, die Lohnarbeit zu weiten Teilen mehr wertschätzt, als die Tätigkeit einer Mutter oder Vaters, deren Beitrag zu gesellschaftlichen Leben doch faktisch kaum hoch genug eingeschätzt werden kann.

Die „Vorwerk Familienstudie“ von 2009 etwa bringt zu Tage, dass 67{229e5ee79d67e6e99d3d38f36b18780cf6719f6ea5735fe3caa0239827eeafd9} der befragten Frauen eine mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ihrer gesellschaftlichen Arbeit beklagen. Gegenüber den Zahlen von 2005 war die Zahl von 2009 sogar noch einmal um fünf Prozentpunkte gestiegen.

Es ist also ohne Frage zu begrüßen, dass die Mütterrente nun beginnt, diese Ungerechtigkeit zumindest in finanzieller Hinsicht aufzuarbeiten. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist somit bereits getan.

Mütterrente = Väterrente

Übrigens: Die im Gesetzentwurf vorgeschlagene Rentenzulage war zunächst geschlechtsneutral als „Zuschlag an persönlichen Entgeltpunkten für Kindererziehung” bezeichnet worden, wurde aber in den Medien schnell mit dem Schlagwort „Mütterrente“ versehen.​ Lesen Sie dazu auch den Artikel "Die Mütterrente für Väter".

Wem steht die Mütterrente zu und wie wird sie beantragt?

Bevor Sie sich damit beschäftigen, die Mütterrente zu beantragen, sollten Sie überprüfen, ob Sie nach dem neuen Gesetz zum Kreis derer gehören, denen eine solche Rente zugesprochen wird.

Frauen, die vor 1992 Kinder bekommen haben, wird pro Kind ein zusätzlicher Entgeltpunkt und damit insgesamt zwei Jahre Erziehungszeit bei der Rente angerechnet. Das entspricht einem Plus von 28 Euro pro Monat in den neuen und knapp 26 Euro in den alten Bundesländern. Rund 9,5 Millionen Frauen, die eine Altersrente beziehen, sollen die neue Leistung bekommen. Dazu kommen jene Mütter, die durch die Neuberechnung der Kindererziehungszeiten erstmals Anspruch auf gesetzliche Rente haben.

Wer bereits Rente bezieht, muss sich mit einer Antragsstellung nicht beschäftigen. Die Rente wird in diesem Fall automatisch erhöht. Gleiches gilt für alle, die noch keine Rente erhalten, jedoch bereits Kindererziehungszeiten bei der Rentenversicherung geltend gemacht haben. Frauen, die dies bislang versäumt haben und nun erstmals einen Rentenanspruch erwerben, müssen hingegen einen Rentenantrag stellen. Voraussetzung dafür, die gesetzliche Mütterrente beantragen zu können, ist jedoch eine Mindestversicherungszeit von fünf Jahren, wobei fehlende Versicherungsjahre durch freiwillige Beiträge aufgefüllt werden können.

Kindererziehung praktisch und beratend: Das Eltern-Onlinetraining

Das Eltern-Onlinetraining ist nicht nur in Fragen Kindererziehung auf dem aktuellsten Stand, sondern bietet Ihnen hier im Blog zusätzlich nützliche Informationen zu rechtlichen Fragen, wie der hier thematisierten Mütterrente für Väter.

Damit Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind in bestmöglicher Lebensqualität genießen können, unterstützt Sie das Eltern-Onlinetraining mit den Fertigkeiten der gesunden Kommunikation. So schaffen Sie gezielt ein Klima der Kooperation und Harmonie in Ihrem Familienleben.

Sollten Sie mit dem Kurs in irgend einer Hinsicht nicht zufrieden sein, biete ich Ihnen eine 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Ohne Wenn und Aber. Versprochen.

Über den Autor Kay Rurainski

Ich liebe gesunde Kommunikation in der Eltern-Kind-Beziehung. Beziehungen geben meinem Leben Sinn. Gut gestaltete Beziehungen verbessern meine Lebensqualität. Besonders, wenn ich Konflikte mit Menschen die mir wichtig sind, bewusst gestalte. Deswegen vermittle ich die Fertigkeiten, die mich dabei unterstützen, leidenschaftlich.

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