Mit Gewaltfreie Kommunikation Übungen klappt es immer besser in der Familien.

Gewaltfreie Kommunikation Übungen

In diesem Artikel, geht es um Übungen zur gewaltfreien Kommunikation (GFK). Wie Sie sicher wissen, wenn Sie sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, besteht das Modell der GFK aus den vier Punkten: Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten. Diese Übungen zur gewaltfreien Kommunikation helfen Ihnen dabei, diese Gesprächspraktik besser anzuwenden. Die Antworten finden Sie am Ende des Artikels.

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Gewaltfreie Kommunikation üben

1. Übung: Unterscheidung von Beobachtung und Bewertung

Beobachtung bedeutet hier, dass Sie eine konkrete Handlung (oder Unterlassung) beschreiben, ohne sie mit einer Bewertung oder Interpretation zu vermischen.

Bei welchen der folgenden Sätze wird reine Beobachtung ohne jegliche Bewertung ausgedrückt?

  1. Caro war gestern grundlos sauer auf mich.
  2. Marvin hat gestern eine halbe Stunde länger ferngesehen, als verabredet.
  3. Leonie kommt immer zu spät nach Hause.
  4. Stephanie ist ein gutes Kind.
  5. Erst am Abend vor der Klassenarbeit beginnt Eric zu lernen.
  6. Trotz dreimaliger Aufforderung, das Spiel zu beenden, hat Marvin weiter gezockt.
  7. In den letzten drei Tagen ist Caro vor Schulbeginn in der Schule gewesen.
  8. Gestern haben sich die Kleinen unaufgefordert die Zähne geputzt.
  9. Sein Zimmer ist das totale Chaos.
  10. Die beiden streiten immerzu.

2. Übung: Gefühle ausdrücken

Die Beobachtung löst ein Gefühl aus, das im Körper wahrnehmbar ist und mit einem oder mehreren Bedürfnissen in Verbindung steht.

Bei welchen der folgenden Sätze werden Gefühle sprachlich klar ausgedrückt?

  1. Ich habe das Gefühl, dass du mich nicht magst.
  2. Ich bin traurig, dass du nicht zu Omas Geburtstag mitkommst.
  3. Ich bekomme Angst, wenn du so etwas sagst.
  4. Ich fühle mich nicht respektiert von dir.
  5. Ich liebe dich.
  6. Du bist so frech.
  7. Ich habe das Gefühl, dass dir ist alles egal ist.
  8. Ich bin so wütend.
  9. Ich habe dabei ein gutes Gefühl.
  10. Ich mag das, wie du mit deiner kleinen Schwester umgehst.

3. Übung: Bedürfnisse erkennen und akzeptieren

Mit Bedürfnissen sind allgemeine Qualitäten gemeint, die vermutlich jeder Mensch auf Erden gerne in seinem Leben hätte, wie zum Beispiel Sicherheit, Verständnis, Kontakt oder Sinn. Achtung: Lösungen sind keine Bedürfnisse. Lösung wäre z. B.: "Seid nicht so laut!" Bedürfnis: "Ich brauche unbedingt etwas Ruhe."

Bei welchen der folgenden Sätze werden Bedürfnisse nachvollziehbar formuliert?

  1. Du musst früher anfangen zu lernen!
  2. Bring den anderen Kindern Respekt entgegen und sie werden dich auch respektieren.
  3. Ich möchte mich auf dich verlassen können.
  4. Komm heute Abend pünktlich nach Hause.
  5. Ich brauche deine Hilfe bei der Geburtstagsfeier.
  6. Ich hätte gerne mehr Zeit, um neben der Erziehung der Kinder etwas zu lernen.
  7. Hör auf, so mit mir zu reden!
  8. Ich mag nicht immer von den Lehrern angerufen werden!
  9. Lass deine Schwester in Ruhe!
  10. Ich habe Hunger.

4. Übung: Bitten aussprechen

Aus Bedürfnissen folgt oft die Bitte um eine konkrete Handlung. Bitten sind anders als Wünsche. Bitten beziehen sich auf Handlungen im Jetzt, Wünsche dagegen sind vager, beziehen sich auf Zustände („sei respektvoll“) oder auf Ereignisse in der Zukunft.

Bei welchen der folgenden Sätze wird eindeutig um eine auszuführende Handlung gebeten?

  1. Ich möchte, dass du dich entschuldigst.
  2. Kannst du bitte wiederholen, was ich dir gerade gesagt habe?
  3. Kannst du bitte heute auf die Kleine aufpassen?
  4. Hör bitte mit dem Rauchen auf.
  5. Ich möchte, dass du mich verstehst.
  6. Ich möchte gerne von dir hören, was du heute in der Schule erlebt hast.
  7. Ich möchte nicht, dass du so laut bist.
  8. Ich hätte es gerne, dass du mich anrufst, wenn du bei deinem Freund bleibst.
  9. Respektiere bitte meine Privatsphäre.
  10. Meine Bitte an dich: Räume ab jetzt die Spülmaschine aus, wenn du mitbekommst, dass sie voll ist.

Antworten zu den Übungen der Gewaltfreien Kommunikation

1. Antworten: Beobachtung und Bewertung

Reine Beobachtung sind: 2, 5, 6, 7, 8

2. Antworten: Gefühle ausdrücken

Der Elternteil drückte seine Gefühle sprachlich klar aus: 2, 3, 5, 8, 10

3. Antworten: Bedürfnisse erkennen und akzeptieren

Der Elternteil bringt seine Bedürfnisse nachvollziehbar zum Ausdruck: 3, 4, 6, 8, 10

4. Antworten: Bitten aussprechen

Der Elternteil bittet um eine Handlung: 2, 3, 6, 8, 10

Wie geht es weiter? Gewaltfrei Kommunizieren üben.​

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Diese Übung zeigt ein paar Aspekte gewaltfreier, gesunder Kommunikation an. Um diese – und andere Fertigkeiten – richtig zu verinnerlichen, braucht es viel Training. Ähnlich wie beim Erlernen einer neue Fremdsprache hilft üben, üben, üben.

Das Eltern-Onlinetraining bietet dazu den Rahmen, in dem Sie in Ruhe und Zuhause die Fertigkeiten so trainieren, bis Sie sicher beherrschen. Probieren Sie es einfach aus. Dank 30-Tage-Rücktrittsrecht ohne Risiko für Sie. Ohne Wenn und Aber. Versprochen.​

Über den Autor Kay Rurainski

Ich liebe gesunde Kommunikation in der Eltern-Kind-Beziehung. Beziehungen geben meinem Leben Sinn. Gut gestaltete Beziehungen verbessern meine Lebensqualität. Besonders, wenn ich Konflikte mit Menschen die mir wichtig sind, bewusst gestalte. Deswegen vermittle ich die Fertigkeiten, die mich dabei unterstützen, leidenschaftlich.

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